
Das Pro Wind Vorstandsmitglied und SP-Kantonsrat Marco Passafaro wirft mir im am 6. Februar (-> oder «Gestern» / «am letzten Freitag») publizierten Leserbrief Behauptungen vor, die nicht stimmen – und verbreitet weiter Unwahrheiten und Lügen: Solange wir keine grossen Speicher besitzen, sind Wind und Solar unzuverlässige Energiequellen («Flatterstrom»), die auf teure, konventionelle «Back-Up» Kraftwerke angewiesen sind, wenn wir nicht «im Dunkeln sitzen» möchten. Weil: Wenn die Sonne nicht scheint (immer in der Nacht, im Winter auch häufig tagsüber) und der Wind nicht bläst (was bei uns auch ab und an der Fall ist), ist die Stromproduktion Null. Zero. Nada-niente. Da nützen über das Jahr gerechnete Durchschnitte nichts. In dem Moment gibt’s keinen Strom, also ist es dann «dunkel» – oder ein konventionelles Kraftwerk speist ein. Das ist keine Ideologie, sondern die Realität.
Wenn Herr Passafaro dann noch das Beispiel von Deutschland bringt, wird es vollends absurd: Weil Sonne und Wind derart unwirtschaftlich sind, müssen sie hoch subventioniert werden. Entsprechend hat Deutschland heute für Haushalte, Mieter und die normalen Leute die höchsten Strompreise Europas, was deutlich mehr kostet als die vor 20 Jahren behauptete Kugel Eis. Und wegen der «Back-Up»-Kraftwerke, die grösstenteils mit Kohle laufen, sind die CO2 Emissionen der deutschen Stromproduktion erst noch angestiegen. DAS ist die Realität. Von der Verschandelung ganzer Landstriche insbesondere im flachen Norden ganz zu schweigen.
Christian Mundt, Schaffhausen
