
Die Schaffhauser Nachrichten behaupten in ihrer Ausgabe vom 8. Januar 2026: «Windräder auf dem Randen: Genug Strom für alle Haushalte». Nur; die Behauptung, Windräder (oder auch Photovoltaik-Anlagen) könnten so und so viele Haushalte mit Strom versorgen, stimmt schlichtweg nicht! Es ist ein Märchen, eine Lüge – die auch nicht wahrer wird, wenn man sie ständig wiederholt. Wieso? Weil diese Anlagen eben nur dann Strom produzieren, wenn der Wind bläst (oder die Sonne scheint).
In Wochen wie wir sie vor Weihnachten hatten, kaum Wind und Hochnebel, liefern diese Anlagen eben keinen Strom. Und solange die Haushalte während diesen Zeiten nicht im Dunkeln hocken oder von Hand waschen wollen und solange wir keine ausreichenden Speichermöglichkeiten haben (was wohl noch lange dauern wird), braucht es konventionelle Kraftwerke (Atom und Wasser bei uns, zusätzlich Kohle und Gas im Ausland), um die Haushalte zu versorgen. Nur weil ein Windrad (oder eine Photovoltaik-Anlage) im Jahresdurchschnitt so viel Strom produziert wie X Haushalte brauchen, zu behaupten, es würde diese X Haushalte versorgen, ist unredlich und gelogen!
Schade, verbreitet auch unser Intelligenzblatt diese Lüge. Wahrscheinlich wäre es für Schaffhausen darum besser, den schönen Randen nicht für Windmühlen zu «opfern».
Christian Mundt, Schaffhausen
