
Nationalrätin und Kantonsrätin Linda de Ventura hat einmal mehr bewiesen, dass sie Bern als Bühne für linksideologische Selbstdarstellung missbraucht, anstatt sich ernsthaft für die Interessen des Kantons Schaffhausen einzusetzen. Ihre jüngste Interpellation zur deutschen AFD ist ein Paradebeispiel für realitätsferne Symbolpolitik: Sie bringt unserem Kanton rein gar nichts – ausser Aufwand für die eidgenössische Verwaltung und Schlagzeilen für sie selbst.
Was hat die Einstufung einer deutschen Partei mit der Schweiz zu tun? Nichts. Aber es passt ins Bild: Statt sich mit den konkreten Problemen an der Grenze, der wirtschaftlichen Entwicklung oder der Sicherheit im Alltag zu befassen, sucht Frau de Ventura lieber das Rampenlicht mit ideologischen Kampfansagen.
Dass gerade sie sich dazu berufen fühlt, vor Extremismus zu warnen, ist an Ironie kaum zu überbieten. Dieselbe Politikerin, die Brunnen in der Schaffhauser Altstadt mit linken Parolen beschmierte, sich auf den Brunnenrand stellte und „Wir wollen den ganzen Lohn und die halbe Welt“ skandierte, will heute die moralische Instanz spielen? Eine Frau, die aus dem Umfeld der AL kommt – einer Partei, die in der Vergangenheit politische Gewalt gegen bürgerliche Akteure mindestens geduldet hat?
Solches Verhalten beschädigt nicht nur das Ansehen des Nationalrats, sondern auch das unserer Region. Wer in Bern den Kanton Schaffhausen vertritt, sollte Sachpolitik machen – keine ideologischen Inszenierungen. Frau de Ventura spricht nicht für mich. Und ich bin überzeugt: Auch für viele andere Bürgerinnen und Bürger unseres Kantons nicht.
Walter Hotz Schaffhausen
